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SAMPOR-KAFFEE-BERLIN / 30.9. + 1.10. GESCHLOSSEN

KURZFRISTIGE SCHLIESSUNG.

Liebe Leser & Leserinnen,

„Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“ Ich möchte Sie über die Gründe und einige Veränderungen in meinem Geschäft informieren.

Es kommt jetzt (Mi., 30.09. und Do., 1.10.) zu einer schon angekündigten Schließung des Geschäftes – mit der Bitte um Verständnis. Es sind regionale bzw. wirtschaftliche Ereignisse und Gründe die man sich aufgrund der Betriebsgröße von „NUR“ 34qm stellen muss.

Vormerken: Donnerstag 29. und Freitag 30. Oktober – geschlossen

Was ist passiert?

Die Preise für Schokolade sind enorm gestiegen. Klein verpackte Süßigkeiten (keine Discounterqualität) von 4,5 bis ca. 10 Gramm liegen mit einer normalen Kalkulation im Verkauf bei Kilopreisen von 125€ bis 260€.

1 Schokoladen Marienkäfer (10g) mit Angabe des UVP vom Großhändler, liegt bei 2,20 bis 2,60€.

Gestiegene Abnahmemengen/Bestellwerte beim Einkauf für einen kostenlosen Versand variieren von Anbieter zu Anbieter.

  • Beim Einkauf von 800€ (Netto/Warenwert) wird ein kostenloser Versand angeboten. Bei geringeren Einkäufen kommt es zu Aufpreisen von Mindermengen (20€ – bei 400-800€ und 40€ bei einem Einkauf unter 400€ zzgl. Versand).
  • Um Preissteigerungen zu umgehen müsste man z.B. von einer Sorte italienischer Trüffel 2,5kg abnehmen – bei 500g/Sorte steigt der VK auf einen Kilopreis im 3 stelligen Betrag.
  • Abpackungen. Bestimmte Trinkschokoladen werden z.B. nur in Blechdosen zu 200g angeboten, d.h. der Preis kann pro 100g kann nur halbiert werden wenn der Kunde 1kg Trinkschokolade kauft – ohne den Anteil der Blechdose zu zahlen.

Die Auswahl an Schokolade und Feinkost in den Katalogen der Großhändler sind schon deutlich geschrumpft. Hinzu kommt das aus den Katalogen vieles verschwunden ist und garnicht mehr angeboten wird. Durch Automatisierung in der Lebensmittelindustrie sinkt die Flexibilität, die Handarbeit wird reduziert und individuelle Packungsgrößen bzw. die der Verpackungsvielfalt schrumpft.

In der Vergangenheit war ich gezwungen Lebensmittel die das „MHD“ erreicht haben zu entsorgen. Dem möchte ich in Zukunft entgegen wirken.

Ein anderes Thema sind Probleme des „OUTSOURCING“. Stellen werden gestrichen, Mitarbeiter reduziert und eigene Lager abgeschafft. So kommt es vor das man wie im Lebensmittelbereich nicht mehr einzelnen Artikel / Kleinsmengen kaufen kann, sondern nur noch VE-Einheiten mit z.B 6 Kaffeekannen – und dann kommt der Mengenrabatt …

  • Bei der Abnahme von 6 Kaffeekannen / einer Größe von 6 Tassen liegt der EK bei 40€
  • Bei der Abnahme von 12 Kaffeekannen / einer Größe von 6 Tassen liegt der EK bei 35€
  • Bei der Abnahme von 24 Kaffeekannen / einer Größe von 6 Tassen liegt der EK bei 30€

Darum funktionieren die Onlineshops großer Konzerne mit Lagerhallen so gut. Jetzt wird’s verrückt, früher habe ich 2 Kaffeekannen pro Größe (6,8 u. 10 Tassen) gekauft – jetzt müsste ich 72 Stück kaufen um den höchsten Gewinn zu erzielen bzw. denn Preis zu halten. Jetzt gibt’s Möglichkeiten statt von Berliner Großhändlern – bei Händlern im benachbarten Ausland zu bestellen, welche auch einzelne Kannen verkaufen mit einem kleinen Aufpreis. Dadurch ist es möglich auch als kleines Geschäft bestimmte Artikel in Zukunft wieder anbieten zu können.

Warum soviel Details und Hintergrundinformationen ?

Mir ist es wichtig, das meine Kunden verstehen oder es nachvollziehen können warum es zu Veränderungen, Anpassungen kommt – daher diese transparente und offene Kommunikation. Veränderungen werden leider immer negativ gesehen – dabei ist es auch immer wieder eine Chance etwas neues zu schaffen …

… wenn man darüber miteinander spricht oder die Möglichkeit hat sich zu informieren kann man Spekulationen und Gerüchten vorbeugen. Für mich persönlich ist es ein großes Manko in unserer Gesellschaft, das eine vernünftige Kommunikation ausbleibt. Miteinander reden könnte den Mangelnde Respekt und Umgang erheblich verbessern, in dem man ein Verständnis aufbauen kann. Wiso. Weshalb. Warum.

Welche Veränderungen gibt es ?

Im 1.Schritt (Okt./Nov.-2026) kommt es zur Optimierung der Verkaufsfläche und der Schaffung zusätzlicher Sitzplätze im Geschäft. Nachdem der Umbau abgeschlossen ist, wird es wieder ein kleineres Angebot an Schokolade und Feinkost geben.

Die Auswahl an loser Ware (Süßkram) zum Verzehr im Geschäft wird deutlich größer und die Nachfrage zum Wochenende mit Backwaren von der Bäckerei Junge ausgebaut

Das Angebot im Kaffeeausschank erweitert sich noch in diesem Jahr um eine Zubereitungsmethode. Es wird wieder Filterkaffee geben!

Ein neues Kassensystem wird für weniger Probleme und Ersparnisse sorgen und für den Kunden transparenter und etwas schneller werden.

Bereits geschafft und umgesetzt:

Positive Veränderungen konnte ich in den letzten Monaten mit einer deutlich größeren Auswahl an Kaffees Berliner Kaffeeröstereien / Unternehmen erreichen. Im Verkauf gibt es Kaffeespezialitäten aus der Berliner Kaffeerösterei (Moabit), der Manufaktur Andraschko (Tempelhof) und den Espressonisten (Berlin-Mitte & Potsdam). Auch hier kann es noch in diesem Jahr zu einer Erweiterung kommen.

Momente für die Ewigkeit einfangen und festhalten – auch das habe ich umgesetzt und geschafft. Ein anfangs belächeltes Projekt im digitalem Zeitalter – ist das eigens gestaltetes Gästebuch mit Profil – versteht sich.

Das Glas ist halbvoll:

Ich freue mich auf das „FEIN-TUNING“ im Geschäft und den geplanten Veränderungen – Der Stil bleibt bestehen, daran wird nichts geändert, aber die Liebe zum Detail gibt mir noch einigen Spielraum …

Der 2. Schritt erfolgt im Frühjahr 2027, dann soll der Verkaustresen neu gestaltet und umgebaut werden, um Kuchen und Kaltgetränke entsprechend der Nachfrage vorhalten zu können.

2027 ist es soweit – 10 Jahre arbeiten und 50 Jahre leben in Heiligensee – ein Grund zu feiern, oder ?

DANKE das Sie bis hier hin durchgehalten haben …

Ich wünsche allen Nachbarn, Berlinern und seinen Gästen einen guten Start in die kommende Woche – „EUER/IHR“ Barista mit Profil – Christian Sakowski

Screenshot
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